Freitag, 21. August 2015

Lotta im Wald-Finnleys Erweiterung

Hallo ihr Lieben :),
seit ein paar Tagen
Was soll ich sagen... ich bin einfach hin und weg von diesem Schnitt und den gefühlt 1000 Möglichkeiten, genau DAS Traumteilchen zu nähen, das man sich vorgestellt hat.
Als ich vor einigen Wochen die ersten Lottas auf der Seite von Finnleys gesehen habe, war es tatsächlich Liebe auf den ersten Blick <3!!
Ich war sogar so begeistert, dass ich nach dem Schnittmuster gefragt habe ;) ...
Katrin schrieb mir, dass es eine noch unveröffentlichte Freya-Variation ist und als ich dann auch noch das riesige Glück hatte, in ihr grossartiges Probenähteam aufgenommen zu werden, kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus!!!
Denn Lotta ist, wie auch der Kroodie, den sicher Viele kennen, eine Ergänzung zum bereits grenzgenialen Freya Schnitt.
...und das Beste ist, dass man jetzt Lotta, die Kleidergänzung zur Freya, auch noch mit dem Kroodie kombinieren kann.
-Also Kleid mit Kaputze, langen Ärmeln und Bauchtasche??? -Drehrock-Traum mit Puffärmelchen und Kragen????
-Sommer-Rückruf-Tobekleid mit normalem Ausschnitt mit oder ohne Blende und Saumanschluss????
-Oder doch ganz Anders ;)????
Ihr merkt, ich bin wiiiiirklich angetan von Lotta und jetzt kommt das Schwerste :)... welche Lotta zeig ich Euch zuerst???
Lotta, und auch Freya und Kroodie bekommt ihr hier: finnleys
Viel Spass mit den ersten Bildern <3, ich hoffe, sie gefallen Euch!!!

ist sie da... die Freya-Erweiterung Lotta <3!

Mittwoch, 12. August 2015

Guckloch-Applikation Tutorial

Hallo ihr Lieben, da mich einige von Euch bei Facebook angeschrieben haben, wie genau ich die Guckloch-Applikation mache, hab ich bei diesem Shirt die einzelnen Arbeitsschritte für Euch fotografiert. Darum kann ich Euch heute meinen Weg zur Guckloch-Applikation zeigen...
Zuerst zeichne ich mir eine Vorlage. Diese falte ich zweimal mittig, um gleichmäßige Markierungen zu erhalten. Diese brauche ich später, um alle Teile gleichmässig einnähen zu können.

      
Dann messe ich das Shirt und plaziere die Vorlage so, dass es mittig ist.
Ich schneide den aufgezeichneten Kreis aus.   Wichtig ist, die Markierungen (oben, unten, rechts, links) der Vorlage zu übernehmen.
Dann messe ich einen Jerseystreifen aus.             Hier nutze ich die Formel                 Bündchenlänge= Umfang x =,7 + NZ,                  bei Jersey x0,8 + NZ. Bei mir sind das Umfang 38 cm, für den Jerseystreifen 32 cm. In der Höhe nehme ich 3,5 cm.
Diesen Streifen lege ich an der kurzen Seite rechts auf rechts und schliesse ihn zum Kreis.
Danach falte ich ihn längs in der Mitte und bügle ihn gut.
Jetzt kann ich auch auf dem Streifen oben, unten, links und rechts markieren. Diese Markierungen sind sehr wichtig, um den Streifen gleichmäßig annähen zu können.
Der Streifenring wird jetzt am vorbereiteten Loch im Shirt festgesteckt. Jetzt werden die Markierungen zum ersten Mal benötigt.                                           Ich stecke die Naht des Rings dabei auf die untere Markierung. Du erkennst auf dem Bild, dass der Ring kleiner ist, als der Ausschnitt im Shirt...
...aus diesem Grund ist es wichtig, den Ring beim annähen zu dehnen. Ich nähe ihn zunächst nähfüsschenbreit mit der normalen Nähmaschine fest.
So sieht es jetzt aus.
Das ist die rechte Seite, wenn die NZ nach innen umgeschlagen ist. 
Ich schneide jetzt die gewünschte Applikation zu. Dabei gebe ich eine NZ und denke an die Markierungen oben, unten, links und rechts.
Den vorbereiteten Stoffkreis lege ich wie einen Deckel rechts auf links auf das Loch im Shirt. Dabei liegt der angenähte Stoffring zwischen Shirt und Stoffkreis.
Der Deckel wird festgenäht. Ich achte dabei auf die Markierungen, die aufeinander treffen sollen.
So sieht es jetzt aus.
Ich kontrolliere von der richtigen Seite, ob alles richtig sitzt und nähe die Naht noch einmal mit der Overlock. Dieses Versäubern geht natürlich auch mit einem Zickzack- oder Overlock-Stich.
Dann bügel ich das Shirt und steppe die Applikation von rechts knappkantig ab, so dass ich die NZ (Overlock-Naht) festnähe. Fertig <3!

Mittwoch, 5. August 2015

Tutorial: rosiles Zipfli Weste wird zur Jacke oder Ebook-Hochzeit



Tutorial: rosiles Zipfli Weste wird zur Jacke




Ich möchte gern zeigen, wie man die Ebooks Letz fetz 2.0 und Zipfli von rosile miteinander kombinieren kann.
Auf diese Weise entsteht aus der Zipfliweste eine Zipflijacke.

Um aus der Zipfliweste von rosile eine Zipflijacke zu machen, müssen zunächst die Schultern um 2 cm verbreitert werden.
Hierfür suchst Du dir die Linie deiner benötigten Grösse heraus und verlängerst die Schulterlinie am Vorder- und Hinterteil um 2 cm nach Aussen (bei mir 86/92, die blaue Linie).
Am hinteren Teil (auf dem Bild links) habe ich auch bei der Grösse 134 eine Verbreiterung eingezeichnet, um den Verlauf der Linie zu zeigen.
Die Verbreiterung wird  ein Stück parrallel zur alten Linie gezeichnet und läuft dann, schmaler werdend, zum Schnittpunkt zwischen Armauschnitt und Seitenlinie aus.
Da die Zipfliweste eher schmal geschnitten ist, gebe ich an den Seiten die doppelte Nahtzugabe.
Dabei muss der untere Bogen der Weste etwas angepasst werden und die Markierung, bis wo die Weste geschlossen wird, muss übertragen werden.









Die benötigten Ärmel findest Du in rosiles Letz Fetz 2.0 Ebook.
Ich schneide die Ärmel der grösseren Grösse der Doppelgrösse zu.
In meinem Fall den Ärmel in 92 bei einer Zipfligrösse von 86/92.
Auf dem Bild ist die NZ schon eingezeichnet.
Da ich an den Seiten der Weste die doppelte Nahtzugabe gegeben habe, ist dies auch an den Längsseiten der Ärmel wichtig.
Ich nutze hier gern den Trick der zusammen gebundenen Stifte, um eine gleichmässige NZ anzeichnen zu können.
…bei allen Ärmeln ;)
Es ist ratsam, die hier grün markierten Linien vor dem Zuschnitt einmal nachzumessen.
Das sind die Linien, die später zusammen passen müssen und sie sollten daher gleich lang sein.
Bitte beachte beim Messen, dass die NZ oben an der Schulter NICHT mitgemessen wird.
Die Bruchkante des Ärmels trifft nachher auf die SchulterNAHT, nicht auf das Ende der NZ.














Du benötigst  insgesamt 2 Innenärmel und 2 Aussenärmel, die jeweils im Bruch zugeschnitten werden.




Möchtest du Armbündchen annähen, musst du die Ärmel kürzen (oder direkt das Schnittmusterteil ;))
Ich habe 4 cm abgenommen.







 ...auch an die Innenärmel denken ;)








Die Armbündchenmaße bekommst du, indem du die gewünschte Bündchenlänge x2 nimmst, da der Bündchenstoff beim annähen doppelt gelegt wird.
Ich möchte z.B. eine Bündchenlänge von 7 cm haben, damit ich es noch umschlagen kann.
Ich rechne 1 cm NZ hinzu, das sind 8 cm
…x2 sind dann 16 cm in der Länge.
Für die benötigte Breite messe ich den Ärmel an der Schnittkante, an der ich ihn gekürzt habe. Diesen Wert nehme ich x0,8.
… bei mir sind das  24 cm x 0,8=19 cm.
Mein Armbündchen ist also 19 cm breit und 16 cm hoch.





Weiter geht es mit den Ärmeln.
Es ist hilfreich, die Mitte der Ärmel zu markieren. Ich mache das mit einem Knips, Stecknadeln oder Markierstift sind natürlich auch möglich.
Die Markierung erleichtert später das Einnähen des Ärmels.



Jetzt können die Schulternähte der Weste geschlossen werden. Du legst das linke und das rechte Vorderteil rechts auf rechts auf das Hinterteil der Weste, dies ist auch im Ebook beschrieben.










Das machst du sowohl mit der Innen- als auch mit der Außenweste.
Von der rechten Seite sollte es dann so aussehen.

Jetzt steckst du die Ärmel rechts auf rechts am Westenteil fest.
Dabei hilft Dir die eben markierte Mitte des Ärmels, die auf die Schulternaht treffen soll.
Ich beginne mit der Stecknadel in der Mitte und stecke jeweils bis zu den Enden fest.
Der Westenteil muss evtl. ein wenig gedehnt werden, damit die Ärmel- und Westenenden gut aufeinander liegen.






Genauso machst Du es mit beiden Ärmeln der Innenweste.


Beim Annähen finde ich es leichter, wenn der Westenteil unten liegt. Es ist so meiner Meinung nach einfacher, den Westenteil leicht zu dehnen und so Falten zu vermeiden.
So sieht der eingenähte Ärmel von der rechten Seite aus.


Nun faltest Du die Weste rechts auf rechts und steckst die Seiten zusammen. Die Naht kann jetzt in einem Rutsch geschlossen werden.
Dabei beginne ich mit der Ärmelseite, da dann die NZ der Seitennähte besser zur Weste hin geklappt und mitgenäht werden können. Das hat nachher Einfluss darauf, wie die Armkugelnaht von rechts aussieht.
Auch die andere Seite wird so geschlossen.







Es ist wichtig, bei einer Seitennaht an der Innenweste eine Wendeöffnung zu lassen. Diese benötigen wir später, um die Armbündchen anzunähen J.

Dann wird, wie im Zipfli-Ebook beschrieben, die Kapuze angenäht.
Die Innenjacke steckst du dann Links auf links in die Aussenjacke, so wie es später auch aussehen wird.
Jetzt nimmst du dir die Innenjacke und die Aussenjacke und schlägst die Nahtzugabe beider Ärmel jeweils auf die linke Seite um.
Die umgeklappten Nahtzugaben treffen also aufeinander.
Genau dazwischen schiebst du das Bündchen, mit der offenen Seite hinein, so als wolltest du testen, wie es fertig aussieht.


Du greifst in das Bündchen und hältst Innenjacke, Bündchen und Aussenjacke  gut fest.















Dann greifst du durch die Wendeöffnung in das Jackeninnere hinein, bis du das Ende des Ärmels mit Bündchen erreichst.


Du ziehst das Ärmelende komplett durch die Wendeöffnung nach aussen…


…und nähst alle vier Schichten zusammen.
Dabei sollte das Bündchen, das in der Mitte liegt, leicht gedehnt werden.


So sieht es aus, wenn du den Ärmelabschluss richtig zusammen genäht hast.
Ich habe die Naht hier noch mit der Overlock versäubert.
















Zum Schluss  ziehst Du den Ärmel durch die Wendeöffnung wieder heraus und der Ärmelabschluss ist fertig <3!